50 Tage Futureland

Vor ungefähr 50 Tagen Futureland habe ich in Singapur mit meinem Schreibprojekt angefangen. Das bedeutet seit 50 Tagen schreibe ich ohne Unterbrechung jeden Tag. Das ist natürlich noch nich so viel, wenn man bedenkt, dass ich vorhabe das Ganze noch bis zum 365. Tag durchzuziehen.

Allerdings ist mir schon einiges aufgefallen. Zum einen fällt es mir bereits immer schwieriger neue Themen zu finden über dich ich schreiben kann, was sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn ich anfangen will zu schreiben. Zum anderen habe ich das Gefühl, dass mir das Schreiben an sich immer leichter fällt. Wenn ich mal ein Thema gefunden habe, sprudeln die Sätze nur so aus mir heraus. Es war einer der Effekte die ich mir erhofft hatte.

Meine Leser behaupten, dass sich mein Schreibstil ebenfalls ins Positive entwickelt hätte. Das sehe ich selbst allerdings noch nicht so. Ich denke es gibt immer noch viel daran zu arbeiten.

Eine weitere Erkenntnis die ich getroffen habe ist, dass es einen großen Unterschied macht über was und für was ich schreiben möchte. Wenn ich weiß, dass ich für meinen Blog schreibe und dort einen Artikel veröffentlichen möchte, verbringe ich mehr Zeit mit Korrigieren und Optimieren eines Textes als mit dem eigentlichen Schreiben selbst.

Meine aktuelle Vermutung lautet, dass ich um meinen Schreibstil zu verbessern eine gute Balance zwischen Korrigieren und Schreiben finden sollte.

Das Schreiben an sich macht es einfacher die richtigen Worte zu finden und Inhalt schneller in Textform zu fassen. Das ist extrem hilfreich, wenn es darum geht mal schnell eine Idee aufzuzeichnen und mit anderen zu teilen. Das Korrigieren hilft allerdings dabei meinen Schreibstil zu verbessern und Aufsätze so aufzuarbeiten, dass ich sie mit gutem Gewissen veröffentlichen kann.

Ich denke es macht Sinn ein paar Tage nur viel zu schreiben und danach einen oder mehrere Tage damit zu verbringen das Geschriebene zu korrigieren.

Noch fällt es mir überhaupt nicht einfach jeden Tag die Disziplin zu finden und zu schreiben. Es ist lästig und meist drücke ich mich davor bis zum Schlafengehen. Wie von mir angenommen, fiel mir die erste Woche leichter weil ich euphorisch an das Experiment heranging. Diese Euphorie hat sich durch den Alltag natürlich aus dem Staub gemacht. Nach der ersten Woche war es schon extrem hart täglich den Weg zum Schreiben zu finden. Es gab ehrlich gesagt einfach schönere Dinge, die ich machen wollte als mich vor den Computer zu setzen und los zu tippen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch hier schon eine Vereinfachung feststellen kann. Es wird von Woche zu Woche etwas einfacher und die 25 Minuten Schreiben gehören immer mehr zum Alltag dazu.

Futureland ist dabei selbst immer noch ein großer Motivator. Zu wissen, dass andere das gleiche Projekt haben und damit ebenfalls hadern hilft mir jeden Tag die Überwindung zu finden. Zusätzlich inspiriert es zu sehen, wer denn Heute schon seinen Output gepusht hat. So kommt ein leichtes Gefühl von Gruppenzwang auf, dass es einfacher macht abzuliefern.